Videologic Vivid!XS
(3536 Wörter in diesem Text) (5485 mal gelesen) 
Videologic Vivid!XS Grafikkarte
Videologic Vivid!XS
|
Zuerst möchten wir uns bei der
Firma VideoLogic
bedanken, die uns das Testmuster zur Verfügung gestellt
hat. Große Vergleichstests mit verschiedenen Karten gibt es ja schon
genug, deshalb haben wir uns auf
2 Benchmarks beschränkt. Wir wollen auch kurz auf verschiedene CPU's
eingehen. |
Technische Details
- Grafikprozessor: PowerVR
Kyro II
- Speicher: 32 MB SDRAM
- RAMDAC/Pixeltakt: 350 MHz
- Bus-System: 2x AGP mit SBA
( Sideband Addressing )
- Effektive Füllraten
erhöhen sich mit der 3D-Komplexitäty (1,4 GigaPixel
bei einer Tiefenkomplexität von vier) Unterstützung
von 8-Layer-Multitexturing
Internes Rendering und Layer-Mischung durch Internal True Colour™
32-Bit-ARGB
32-Bit Z/Stencil-Puffer Direct3D Environmental Bump Mapping
RGB-Gouraud-Shading und spektakuläre Highlights
Bilineares, trilineares und anisotropisches Texture-Filtering
Texturenmischung nach Farbschlüssel oder Alpha-Blending.
Fog Table und Fog Vertex Nebeleffekte.
Texturkompression, Full Scene Anti-Aliasing (FSAA)
- Anschlüsse: Monitor,
TV-Out
|

- Lieferumfang
- Handbuch auf CD
- Treibersoftware
- DVD-Player Software WinDVD 2000
- Direct 3D Demos
- Spieledemos
- Tools
- TV-Out Kabel
|
|
Die Vivid!XS hat 32 MB Speicher von
Samsung mit 5 Ns. Die Karte wird aktiv gekühlt, wobei mir aufgefallen
ist, dass der Lüfter etwas nachlässig montiert wurde. Durch
die Aktivkühlung geht der erste PCI Steckplatz
verloren. Da man aber diesen wenn möglich frei lassen sollte, werten
wir das nicht als direkten Kritikpunkt, da wir schon immer der Meinung
sind, dass bei den heutigen Taktraten der Grafikkarten eine aktive
Kühlung sinnvoll ist. Die Verarbeitung der Karte mal abgesehen von
dem Lüfter war gut.
|

|
Beim Einbau der Karte gab es keine
Probleme. Da die meisten User eine neue Karte nur einbauen und die alten
Treiber gar nicht bzw. über die Deinstall Routine entfernen, wollten
wir wissen wie sich die Vivid verhält. Wir haben absichtlich auf
die Deinstallation verzichtet, die Vivid eingebaut und den Rechner neu
gestartet. Nach dem Neustart wurde die Karte ohne Probleme erkannt, der
Treiber wurde installiert und
noch einige Kleinigkeiten bei der Monitoreinstellung, dann konnten wir
mit der Karte arbeiten.
Der erste Eindruck war positiv, die Farben waren unter Windows viel klarer
als bei meiner GeForce 2MX.
Wie wird es dann erst in Spielen sein!? Also erst einmal ein paar Spiele
testen- Unreal Tournament und Q3.
Hier sollte sich schnell herausstellen, dass die nicht erfolgte Deinstallation
der alten Grafiktreiber, zu
mehrfachen Abstürzen führte. Wir haben dann die alten Treiber
manuell aus dem System entfernt bzw. man kann auch das Tool "Detonator
Deleter" benutzen. Wer ganz sicher gehen will kann natürlich
auch ein komplett neues System installieren. Nach dieser Maßnahme
kam es zu keinen weiteren Abstürzen in der
7- wöchigen Testphase. |
Unreal Tournament
|
Bei der Einrichtung der Karte gab
es keine Probleme! Gespielt wurde mit 1024 x 786 32bit max. Details:
Die Vivid zeigte eine wirklich beeindruckende Leistung. Unreal Tournament
ist ja bekanntlich ein CPU-lastiges Spiel, aber dennoch konnte sich die
Vivid immer um einige Frames mehr gegenüber der Geforce 2MX behaupten.
Auch nach Stunden machte die Vivid nicht schlapp. Rein farblich bzw. grafisch
wirkte UT mit der Vivid besser als mit der GF2, Bilder an Wänden
oder Fackeln wurden klarer dargestellt. Dies sind natürlich nur unsere
optischen Eindrücke, bei jedem kann es anders sein. Die GF2 konnte
mit vollen Details nur mäßige Ergebnisse abliefern. Die Frameraten
brachen sehr stark ein, jedoch wie man in der Tabelle sehen kann war die
Vivid immer schneller als die Leadtek. Auch unter 16bit konnte sich die
Vivid klar gegenüber der GF2 behaupten.
Etwas erstaunt waren wir schon, daß sich die Vivid so stark gegenüber
der GF2 absetzen konnte. Gerade
weil UT ja ein CPU-lastiges Spiel sein soll. Mit dem UTbench wollten wir
das ganze noch einmal nachprüfen. |
|
UTbench 16bit
|
Leadtek
|
Vivid!XS
|
|
1024 x 768
|
33,8
|
41,9
|
|
800 x 600
|
34,2
|
44,5
|
|
UTbench 32bit
|
Leadtek
|
Vivid!XS
|
|
1024 x 768
|
25,3
|
32,9
|
|
800 x 600
|
33,5
|
40,2
|
Quake 3
|
Als OpenGL Vertreter wählten
wir Quake 3 um festzustellen ob sich die guten Leistungen unter Direct3D
bestätigen würden. Auch hier hatten wir keine Probleme, die
Karte lag bei vollen Details doch immer einen
Tick besser als die GF2. Natürlich stießen beide Karten auch
an Ihre Grenzen, bei riesigen Feuergefechten
lief dann doch mehr oder weniger eine Diashow auf dem Monitor ab. Wobei
die Vivid den längeren Atem
vorweisen konnte, wo die GF2 schon mit heftigen Ruckeln zu kämpfen
hatte, konnte die Vivid teilweise
noch ein vernünftiges spielen zulassen. Der Benchmark zeigt auch
wieder deutlich die Stärke der Vivid. |
|
Q3 Demo 1
|
Leadtek
|
Vivid!XS
|
|
1024 x 768
|
47
|
88
|
|
800 x 600
|
78
|
121
|
Testsystem
Duron 800@1000
Abit KT7A
128 MB RAM PC133
Win 98SE
|
Im 2D Betrieb gibt es nicht viel
zu sagen, jede moderne Grafikkarte sollte hier gute Leistungen bringen.
Interessant war das die Vivid auf einem 450 PIII etwa genauso, teilweise
schlechter als die GeForce 2 war.
Das deutet stark darauf hin, dass der Kyro Chip um seine volle Leistung
auszuspielen eine starke CPU brauch.
Dieses Thema werden wir in der nächsten Zeit noch einmal genauer
beleuchten! |
Fazit
|
Für den Preis von ca. 300-350
DM ist die Vivid!XS ein Kauftipp. Da der Kyro-Chip das Preissegment von
200-300 DM abdecken soll und hier bis jetzt der GeForce 2MX Chip regierte,
muss sich dieser jedoch klar dem Kyro II geschlagen geben. Wer vorhat
sich eine neue Grafikkarte in dieser Preisklasse zu kaufen, sollte auch
über die Alternative des Kaufs einer Grafikkarte mit Kyro II-Chip
nachdenken.
Wir können die Vivid!XS bedenkenlos empfehlen und geben der Karte
die Testnote "Sehr Gut" ! |
Tester: Heiko Bilsing
Vielen Dank an
VideoLogic
für die Bereitstellung des Testgerätes
|
|