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Intelligenter Roboter-Dinosaurier „Pleo“

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Intelligenter Roboter-Dinosaurier „Pleo“






Heute möchten wir mal über was ganz anderes berichten, nämlich über einen Camarasaurus Roboter. Viele werden sich wundern wieso wir nun Spielzeug testen. Ist nicht vieles oder gar das meiste was wir testen im Grunde nicht dasselbe? Pleo ist nicht nur ein Spielzeug, sondern ein kleines technisches sowie elektronisches Highlight. Pleo stammt von einem kalifornischen Hersteller mit dem Namen Ugobe. Ugobe hat es sich zur Aufgabe gemacht, technische Lebensformen mit einer eigenständigen Intelligenz zu schaffen. Bereits 2006 wurde die erste Version bzw. der Prototyp vorgestellt. In den letzten 2 Jahren haben sie viel verbessert, bis die endgültige Version fertig war. Das Interessante am Pleo ist, dass er sämtliche Körperteile synchron bewegen kann und deswegen sehr lebendig aussieht, ganz im Gegensatz zu Sonys Aibo. Pleo verfügt über ein Betriebssystem mit dem Namen "LifeOS" . Dank diesem soll Pleo im Laufe der Zeit seine eigene Persönlichkeit entwickeln und auch mit seiner Umwelt interagieren. Ärgert man ihn, ist er beleidigt und kümmert man sich um ihn, fängt er z.B. an zu glucksen oder mit dem Schwanz zu wedeln. Eines schon mal vorweg, reden kann Pleo von sich aus nicht. Man kann ihn aber durch zusätzliche Software wie z.B. MySkit dazu bringen, Lieder zu singen und dabei den Mund zu bewegen oder dazu tanzen zu lassen.




Technische Daten und Features:

  • 14 Servogelenke (Torso, Kopf, Schwanz, Hals, Beine) mit Force-Feedback
  • 38 Berührungs-, Geräusch-, Licht- und Neigungssensoren, einschließlich neun Berührungssensoren (Maul, Brust, Kopf, Schultern, Rücken, Füße) und acht Fuß- und Zeh-Sensoren
  • 2x 32-bit Mikroprozessoren und 4x 8-bit Unterprozessoren
  • Farbkamera (Durch zusätzliche Software als Webcam nutzbar)
  • Akku 2200mAh ca. 90 Minuten Betriebszeit, Ladezeit ca. 3 Stunden.
  • SD Karten Slot zur Speichererweiterung oder zum Updaten des LifeOs
  • USB Anschluss
  • Eine flüssige, quadrupede (vierfüßige) Bewegung
  • Die Fähigkeit, Hindernissen auszuweichen und Absturzkanten zu meiden
  • Eine Tonausgabe, akustische Stereosensoren und Takterkennung bei Musik
  • Eine autonome Interaktion mit dem Besitzer und seinem Umfeld, unter anderem mittels Husten, Augenblinzeln, Kauen, Zucken, Seufzen, Niesen, Schnüffeln, Magenknurren, Schwanzwedeln und Gähnen
  • Charakteristische Stimmungen wie Zorn, Langeweile, Munterkeit, Jagdfreude, Behutsamkeit, Verschmustheit, Abscheu, Verwirrung, Verzweiflung, Angst, Neugier, Freude, Kummer, Verwunderung, Müdigkeit sowie Hunger und ein Bedürfnis nach sozialer Interaktion
  • Ein aktualisierbares Betriebssystem, das „Life Form OS“, und Persönlichkeitssystem
  • Eine Speichererweiterung mittels SD-Karte
  • Die Fähigkeit, mit anderen Lebensformen von UGOBE zu kommunizieren

Nach dem Auspacken findet man im Karton neben dem Pleo einen Akku mit dazugehörigem Ladegerät, ein grünes Blatt, das als Futter dient sowie eine Produkt ID Karte und natürlich eine Anleitung. Beim Herausnehmen des Pleo fällt sofort das stolze Gewicht von ca. 1,3 kg auf. Der Pleo fühlt sich durch seine Airbrush lackierte Gummihaut sehr weich an, das Ganze hat allerdings einen Nachteil, durch das Streicheln löst sich mit der Zeit die Farbe, sowie kleine Gummibröckchen von der Haut.
Nach den Laden des Akkus von ca. 3 Stunden kann man den Pleo das erste Mal in Betrieb nehmen.



Nach dem Einschalten kann man die Geburt von Pleo miterleben. Er benimmt sich anfangs wie ein Baby und ist noch sehr müde und macht nur zaghaft die Augen auf. Je länger er eingeschaltet ist, desto aktiver wird er. Nach ein paar Stunden ist er bereits sehr verspielt und erkundet seine Umwelt von alleine. Lässt man ihn zu lange allein, ist im langweilig und er schläft ein oder ist gar beleidigt. Es gibt absichtlich keinen Reset, er kann also nur einmal geboren werden. Man sollte also mit der Erziehung von Grund auf alles richtig machen und ihn nicht ärgern oder zu grob behandeln. Was Pleo braucht ist viel Zuwendung. Uns ist aufgefallen, dass er Lärm nicht gut verträgt, er wird dadurch krank und zeigt danach Krankheitssymptome wie z.B. Niesen, Husten und ist auch sehr schwach. Was er auch nicht mag ist, wenn man ihn am Schwanz hält oder umkippt, dann macht er sich durch lautes Schreien bemerkbar. Der Pleo verfügt am Mund über einen Infrarotsensor, was ihm ermöglicht, Gegenstände vor seinem Gesicht zu erkennen. Hält man ihm etwas hin, fängt er an zu schnuffeln und öffnet, wenn er Hunger hat den Mund. Das im Lieferumfang befindliche Gummiblatt ist sein Futter. Steckt man es ihm in den Mund, dann kaut er mit dazugehörigen Geräuschen darauf herum. Vorne am Kopf ist zudem eine Farbkamera, die sich durch Zusatzsoftware sogar als Webcam einsetzen lässt. Der USB Anschluß auf der Unterseite macht es möglich. Dank dieser Farbkamera kann Pleo grob seine Umwelt erkennen, er erkennt zwar dadurch nicht, um welche Person es sich handelt, kann aber dennoch Gegenstände erkennen, und geht z.B. um Hindernisse herum. Stellt man Pleo auf den Tisch, geht er bis zur Tischkante, sieht den Abgrund, zeigt dann eine Art Höhenangst und legt den Rückwärtsgang ein. Da Pleo eine eigenständige Persönlichkeit ist und sich immer weiter entwickelt ,ist bei ihm mit Gewalt absolut nichts zu erreichen, man braucht schon etwas Geduld.

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