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E-PAC Midi-Tower Gehäuse ATX Test

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E-PAC Midi-Tower Gehäuse ATX Test



E-PAC Midi-Tower Gehäuse ATX Test

Da moderne Rechner immer schneller, heißer und natürlich auch aus diesem Grund lauter werden muss man in der Regel auch mehrere oder bessere Kühler einbauen damit das System noch stabil läuft. Egal ob man mit dem System Videos, Bilder bearbeiten oder auch nur spielen will die Lärmbelästigung ist einfach enorm, deshalb wurde dieses Gehäuse entwickelt und soll ein ruhiges Arbeiten gewährleisten. E-PAC steht für Electronic Packaging and Assembly Concept und ist eine Patentgeschützte Entwicklung von Hewlett Packard und kommt schon seit längerem bei Systemen von Intel und Sun Microsystems zum Einsatz. Bei diesem System werden die Komponenten nicht festgeschraubt wie man es sonst gewohnt ist sondern werden einfach mit Hilfe von Plastik-Stöpsel einfach in eine Art Schaumstoff(Hartschaum) gesteckt, auf diese Weise kann man die Geräte auch sehr leicht ohne zu schrauben wieder entfernen.





Ausstattung und Features

> 3x 5 1/4 Zoll Einschübe für CD/CDR/DVD Laufwerke.
> 2x 3 1/2 Zoll Einschübe für Diskettenlaufwerke (auch für Festplatten)
> 2x 3 1/2 Zoll Einschübe für Festplatten
> 1x Einbauplatz für einen 80er Lüfter der einfach nur hineingesteckt werden muss
> 2x LED für Betrieb und Festplattenzugriffe
> 4x Standfüße zum Ausziehen
> Das Gehäuse kann ohne zu schrauben ganz einfach geöffnet werden.



Testkomponenten

Mainboard: Abit KT7A-Raid
Prozessor: Athlon 1,33 Ghz @ 1,38 Ghz
CPU Kühler: Kanie Hedge 238 - Kupfer
Speicher: Infinion 512 MB
Netzteil: Enermax 431 Watt, 2x Lüfter
Soundkarte: Creative Soundblaster Live
Grafikkarte: Asus Geforce 2 64 MB
Festplatten: 1x IBM & 1x Fujitsu 20 GB
Netzwerkkarte: AMD
TV Karte: Hauppauge Win TV DVB-S
ISDN Karte: AVM Fritz PNP
DVD-Rom: Panasonic 4 fach
CD-Brenner: Plextor 12 fach

Hier das Gehäuse ohne CD/DVD Laufwerke

Die Rückseite des Gehäuses



Die Außenwand des Gehäuses besteht im Gegensatz zu den anderen Gehäusen die ich kenne komplett aus Kunststoff, allerdings wurde das Gehäuse unter der Plastikwand komplett mit Metall ausgekleidet, diese dient somit als Abschirmung. Es wirkt alles beim Zusammenbau ein wenig labil, nach dem zusammensetzen der beiden Hälften war die Stabilität aber leicht ausreichend. Ich möchte auch noch erwähnen das das Gehäuse auch sehr leicht ist und nur halb so schwer ist wie ein normaler Midi Tower.



Hier sieht man die Gehäuseteile von innen, im Gegensatz zu den meisten Gehäusen kann man die rechte Seite nicht abnehmen, was auch durch die Bauweise nicht angebracht und auch nicht notwendig ist, da man die Komponenten mit Plastikstöpsel in den Hartschaum steckt.



Diese Plastikstöpsel bzw. Schrauben, werden in zwei verschiedenen Größen mitgeliefert, da manche CD-Roms Diskettenlaufwerke oder Festplatten andere Schraubendurchmesser haben

Hier sieht man die Stöpsel auf den Laufwerken, die dann einfach in die Schaumstoffaussparungen gesteckt werden, zwischen den Laufwerken sollte man wie man hier im Bild auch sehen kann ein Stück Styropor oder Hartschaum unterlegen der bereits mitgeliefert wird, da man sonst nur sehr schwer das Gehäuse schließen kann weil die Stöpsel in das linke Gehäuseteil eingepasst werden müssen.

Hier kann man die Aussparungen erkennen in die die Laufwerke mit ihren Stöpsel gesteckt werden.

Das Gehäuse lässt sich hiermit öffnen ohne zu schrauben, allerdings sollte man es zum schließen flach auf den Boden legen, da es so wesentlich einfacher ist.

Die Kabel können sehr leicht in den dafür vorgesehenen Schächten bzw. Spalten verlegt werden

Zur besseren Luftumwälzung sind spezielle Schächte vorhanden.

Unter dem Netzteil bzw. über dem Prozessor, wurde zur besseren Zirkulierung ein kleiner Luftschacht freigelassen, der aber meines Erachtens viel zu klein geraten ist, deshalb habe ich mich entschieden den Hartschaum mit einem Messer so zu bearbeiten das dieser größer wird.

Hier sieht man nun wie es nach dem herausschneiden aussieht.
Erst durch diese Modifikation war mein System wieder fast so kühl wie mit meinem zuvor verwendeten Big Tower. Nur so lässt sich auch der Cpu Kühler ausbauen. Ansonsten muss man bei Tausch des Kühlers das Motherboard ausbauen.




Nach dem Einbau der Komponenten war nicht mehr viel Platz im Gehäuse, deshalb muss man sehr darauf achten das die Kabel best möglichst verlegt werden, so dass nicht unnötiger Platz bzw. auch die Wärmeentwicklung nicht zu hoch wird. Am besten eigenen sich dazu Kabelbinder die in jedem Baumarkt zu haben sind.



Testlauf

Nach längeren Einbauarbeiten konnte ich es schon nicht mehr erwarten das Gerät einzuschalten, und ich muss sagen es hat mich schon überrascht wie leise das System startete. Die Festplatten waren eigentlich gar nicht zu hören obwohl meine IBM Platte mit 7200 U/m wirklich nicht die leiseste ist. Das Geräusch bei diesem Gehäuse ist wesentlich dumpfer und angenehmer und bei Verwendung normaler, leiser Komponenten so gut wie gar nicht zu hören. Ich möchte auch erwähnen das der Kanie Hedge mit Papst Pro Lüfter in diesem getesteten System sehr laut ist und das Netzteil mit 2 Lüftern auch nicht das leiseste ist. Als ich das System aufgebaut hatte, dachte ich es wäre mit diesen kleinen Luftschächten überhaupt kein Betrieb möglich, was mich aber dann doch sehr überraschte war dass die Temperaturen nur um 1-2 Grad höher waren als mit einem Big Tower. Es wurde aber der zusätzliche Gehäuselüfter bei den Testbetrieben nicht verwendet. Ich vermute dass es an den Lüftungskammern liegt, die die Luft wirklich nur dahin leiten wo sie auch gebraucht wird. im Gegensatz zu anderen wird die Luft durch das ganze Gehäuse geblasen. Wie schon erwähnt sollte man aber unter dem Netzteil den Hartschaum so bearbeiten dass die Luft leicht vom Netzteil abgesaugt werden kann. Die Temperatur ist so um einiges niedriger. Auch lässt sich nur so der CPU Kühler abnehmen was ohne Modifikation gar nicht möglich wäre, und man immer alle Komponenten und das Motherboard dazu ausbauen muss.



Fazit

Das E-PAC Midi-Tower Gehäuse ist im Gegensatz zu anderen ungedämmten Gehäusen nur ungefähr halb so laut. Da moderne Rechner immer heißer und auch durch die vielen Kühler immer lauter werden, ist dieses System auf alle Fälle für die zu empfehlen die sehr lange am PC arbeiten müssen, aber auch für Spieler ist dieses System interessant, da es einfach viel mehr Spaß macht z.B. ein Rollenspiel zu spielen wenn kein unangenehmes Geräusch stört. Allerdings sollte der Hersteller das Gehäuse so modifizieren wie es vorher kurz erläutert wurde, und auch das Gehäuse ein wenig stabiler bauen. Auch wäre ein Big Tower von diesem Gehäuse vorzuziehen, da durch die vielen Hartschaumteile es im Gehäuse so eng wird das man sehr sparsam mit dem Verlegen der Kabel umgehen muss. Trotzdem kann man das alles verschmerzen da es nach dem Zusammenbau wirklich Spaß macht mit dem PC zu arbeiten und sehr angenehm leise ist. Sehr zu empfehlen ist es für Leute die ihren PC als Digitales Tonstudio verwenden, da das Betriebsgeräusch ja immer mit aufgenommen wird. Das Gehäuse ist auf alle Fälle Ihr Geld wert und einfach was besonderes. Die Gehäuse sind in verschiedenen Ausführungen ab 250 DM erhältlich.

Tester: Tobias Brandl

Vielen Dank an Maik Schoephoerster von Com-Tra.de für die Bereitstellung des Test Gehäuses

  

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