Reelbox Lite - Linux Digital Receiver
Seite: 1/2 (3367 Wörter in diesem Text) (38776 mal gelesen) 
Reelbox Lite - Linux Digital Receiver
Reelbox Lite - Linux Digital Receiver

|
Nach unseren letzten Dreambox Tests der
7020 und
500er, folgt nun
ein weiterer Test eines Linux Digital Receivers. Im Gegensatz zur
Dreambox basiert diese Box nicht auf Enigma1 oder 2 sondern auf VDR, einem
System das für Digitale Videorecorder von Klaus Schmidinger ins
Leben gerufen wurde. Zudem verfügt diese Box über ein DVD-Laufwerk, dass
man nach eigenem Ermessen gegen einen DVD-Brenner austauschen kann. Dies
würden wir auf alle Fälle empfehlen, da man damit Sendungen, die man
aufgezeichnet hat auch gleich auf DVD brennen kann. Sehr interessant
ist, dass man aus den Sendungen, dank Noad die Werbung schneiden kann, bzw.
auch manuell die aufgenommene Sendung zuschneiden kann. Hat man seine
Sendungen aufgezeichnet und fertig geschnitten, kann man die Sendungen,
die auf DVD gebrannt werden sollen, einfach dem Brennprojekt hinzufügen
und die Box erstellt dann von sich aus, entweder eine DVD mit Menü oder
auf Wunsch auch ohne Menü. Dann kann man einfach durch die Sendungen
zappen. Die Reelbox verfügt standardmäßig über 2 Tuner, damit ist
es möglich zeitgleich zwei unterschiedliche Sendungen aufzuzeichnen oder
eine zu sehen, während die andere gerade auf der internen Festplatte
aufgezeichnet wird. Standardmäßig ist in der "Lite" noch keine
Festplatte eingebaut. Man kann hier jede übliche IDE Platte (nicht
S-ATA) einbauen. Unsere Testbox haben wir mit einer 160 GB Westerdigital
Festplatte versehen, auf dieser kann man je nach Bitrate der
ausgestrahlten Sendung zwischen
80 und ca.120 Stunden aufzeichnen..
|
|

|
|
Features |
|
- Voll
wohnzimmertauglich, da
lüfterlos
- Bild-im-Bild-Funktion
(PiP) und
Doppelbildschirm*
- Zwei Prozessor
Technologie (AMD +
Equator)
- Timeshift-Funktion
(zeitversetzte
Wiedergabe)
- Timer-Funktion für
automatisches Ein- und
Ausschalten
- Suchtimer für
automatische Aufnahmen
- 2x Common
Interface-Schächte -
Irdeto, Conax,
Alphacrypt usw.
- 1x Smartcard-Reader -
Viaccess & NeotionCrypt
- High-Definition
HDTV-Modi: 480p, 720p
und 1080i*
- MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4
und Varianten, WM9 SD,
WM9 HD (720p)*
- AC3 DD5.1 DTS
- Elektronischer
Programmführer (EPG) &
Informationsanzeige
- 100 Mbit
Netzwerkanschluß, VGA,
YUV, S/PDIF, Cinch,
Scart, S-Video
- 3x USB 1.1, 3x
FireWire
- 2x LNB-Eingang DVB-S
(DVB-C oder DVB-T
nachrüstbar)
- 1x
LNB-Durchschleifmöglichkeit
- DiSEqC 1.0, 1.1 und
1.2
- Grafikfähiges
LC-Display für Sender
Logo, Name sowie
Information
- Automatischer
Sendersuchlauf
- Kanalumschaltzeit
unter 1 Sekunde*
- Kanallistenbearbeitung
- Mehrsprachige
Menüführung (Deutsch,
Englisch, Französisch
uvm.)
- Untertitel- &
Teletext-Unterstützung
- Integrierte Spiele
- 6 Aufnahmen parallel
aufzeichnen;
(Voraussetzung:
Twin-Anschluß und
- gleiche
Aufnahmetransponder)
- Abspielgeschwindigkeit
stufenweise regulierbar
(vor und zurück)
- Lesezeichen (Bookmark)
*
- Wiedergabelisten (Playlists)
*
- Sofortige Aufnahme auf
Knopfdruck
- Schnittfunktion
- NoAd - Automatischer
Erkennung von
Werbeblöcken
- Aufzeichnungen
zusammenfügen *
- Aufnahme von
verschlüsselten
Sendungen (Pay-TV)
- Ein Programm ansehen,
ein anderes gleichzeitig
aufzeichnen
- Exakte Aufzeichnungen
von Live-Sendungen mit
einem Knopfdruck
- Externer
Streaming-Client
-
Analog-zu-digital-Wandlung
für Audio und Video*
- Streaming-Server:
Streaming der Daten ins
Netzwerk
- DV-Aufnahme: Für
digitale Kameras an der
IEEE1394-Schnittstelle*
- Maße: (B x H x T): 440
x 90 x 330 mm
* Funktionen noch nicht,
oder teilweise
verfügbar. Werden aber
durch Softwareupdates
nachgereicht
|
|
|
|
|
|
|
|
Nach dem Booten der Box (ca. 90 Sekunden) wird man von
einem Startassistenten begrüßt, hier werden die Sender gescannt usw.
Verwendet man nur einen Tuner, muss man das Satkabel komischerweise nicht
wie üblich an den Eingang 1 anschließen sondern an Eingang 2. Etwas
einfacher wie bei der Dreambox gestaltet sich das Software Update. Um die Box upzudaten
reicht es, wenn man die Software auf eine CD brennt und die Box mit
eingelegter CD startet. Alles andere macht die Box dann von selber. So
dürfte auch ein Laie damit keine Probleme haben. Viele werden sich
fragen wieso ein Softwareupdate. Ganz einfach: Bei so einem komplexen
Aufbau wie der Reelbox sind noch einige Softwarefehler enthalten, bzw.
fehlen noch einige Features, die im Laufe der Zeit vom Hersteller noch
integriert werden müssen. So funktioniert zur Zeit die Aufnahme von einer externen
Eingangsquelle noch nicht, wie z.B. eine Aufnahme eines anderen
Videorecorders, der am Scarteingang angeschlossen ist. Zudem werden die
Firewire Schnittstellen, die auf der Vorder- und Hinterseite vorhanden
sind noch nicht unterstützt. Zur Zeit wird aber mit Hochdruck daran
gearbeitet um auch diese Features und die vorhandenen Fehler
auszubessern. (Stand 12. März 2006) Fast wöchentlich erscheint
derzeit ein Update mit Verbesserungen und neuen Features. In der
Vergangenheit gab es relativ große Probleme mit den Gehäusen der Reelbox,
diese wurden aber durch bessere Gehäuse ersetzt und machen
jetzt einen sehr hochwertigen Eindruck. Auch kann die Box mit einer Wlan-Karte ausgestattet werden oder der Speicher aufgerüstet werden
Ein großer Vorteil der Box ist, dass alles im Hintergrund abläuft.
Schneidet man z.B. einen Film, kann man zeitgleich eine andere Sendung
anschauen. Gleiches gilt für das Zusammenstellen und Brennen einer DVD.
Während die Box die DVD brennt und die Dateien umwandelt kann man
weiterhin andere Sendungen anschauen und sogar gleich wieder eine
weitere aufzeichnen. Selbstverständlich kann die Box auch Audio CDs,
sowie MP3´s abspielen. Genauso gut kann sie auch als Windows Mediaserver
genutzt werden. Interessant ist der VGA Ausgang und die Möglichkeit, die
Auflösung der Box an das Display anzupassen, so können z.B. 1024x768
Pixel eingestellt werden und z.B. ein Beamer mit optimaler Auflösung
betrieben werden. Leider werden 16:9 Beamer von der Auflösung her im
Moment noch nicht unterstützt. Sämtliche HD-TV Beamer verfügen über
1280x720 Pixel.
Etwas störend sind die langen Umschaltzeiten. 2,5 Sekunden dauert ein
Kanalwechsel. Laut Herstellerangaben soll ein Umschalten unter einer
Sekunde möglich sein. Hier muss der Hersteller auf alle Fälle noch daran
arbeiten.
|
|
 |
 |
|
Hier die Anschlüsse auf der Vorderseite der Box,
die durch einen Druck auf den Deckel zum Vorschein kommen. USB,
Firewire, 2 CI Schächte, ein Smartcard Reader, sowie unterschiedliche
Videoeingänge sind vorhanden.
|
|
|
Hier die Anschlüsse auf der Rückseite. Neben
einem VGA Ausgang, befinden sich auch YUV Anschlüsse auf der
Rückseite. 2 USB, 2 Firewire, sowie sämtliche Audioausgänge und
natürlich auch die Sat Eingänge sind vorhanden.
|
|
|
Die Box von innen, mit eingebauter Festplatte
links und DVD Brenner in der Mitte. Links hinten das abgeschirmte
Netzteil. Die Festplatte wird mit Hilfe von Gummipuffern auf den
Boden der Box geschraubt, was Vibrationen verhindern soll. Der
Einbau des Brenners geht sehr einfach, weil sämtliche Schrauben
leicht zugänglich sind. Zum Öffnen des Gehäuses benötigt man kein
Werkzeug, da Rädelschrauben verwendet worden sind.
|
|
|
Hier die beiden DVB-S Tuner, die nach Belieben
auch durch DVB-T Tuner getauscht werden können.
|
|
|
Das Display ist sehr gut ablesbar und relativ
groß dimensioniert. Es zeigt die wichtigsten Funktionen.
|
|
|
Die Fernbedienung ist robust und macht einen edlen
Eindruck.
|
|
|