AMD Athlon XP unlock/Übertaktungs-Anleitung
Athlon XP unlock Übertaktungs Anleitung


AMD Athlon XP unlock/Übertaktungs-Anleitung

Die gute Athlon-Thunderbird CPU von AMD war ja bekannt durch ihre leichten Übertaktungsmöglichkeiten via Bleistifttrick. Nicht so einfach ist die Sache bei den neuen Athlon XP-CPUs. Da man sich aber durch etwas mehr Mühe einiges an Geld sparen kann, ist es auf alle Fälle eine Überlegung wert. (Meistens kosten die schnellsten Modelle um 30 % mehr als die darunter liegenden Modelle.) Alles was ihr braucht ist ein dünnflüssiger Sekundenkleber, Tesa, Nagellackentferner oder Nitro und Silberleitlack, den man ganz einfach von A.T.U oder in jedem anderen KFZ Fachmarkt kaufen kann, der Preis liegt bei ungefähr 10€. Natürlich kann man auch einen feinen Silberlackstift von www.conrad.de verwenden, kostet aber ungefähr das doppelte. Hilfreich ist auch noch eine Lupe, da die Brücken wirklich sehr winzig sind. Da der TB und XP eigentlich gleich aussehen und auch die Brücken an der gleichen Stelle sind, wurden nur die Veränderungen in die Bilder gemalt. Der Unterschied zwischen TB und XP, mal abgesehen von der neuen Architektur, ist dass beim XP nicht nur die Brücken getrennt sondern auch mit einem Laser kleine Löcher in die Brücken gefräst wurden. Somit kann man nicht einfach mit einem Bleistift oder Silberlack die Brücken schließen, man muss erst mit einer nicht leitenden Paste (hier in dieser Anleitung verwenden wir unseren Sekundenkleber) die Löcher schließen bzw. auffüllen. Es gibt auch Anleitungen wo einfach um die Löcher Silberleitlack aufgetragen wurde, allerdings sollte man hier vorsichtig vorgehen, denn es kommt sehr leicht vor, dass der Lack in die Löcher läuft und das wäre sehr schlecht. Auf keinen Fall sollte man in die Löcher Silberleitlack oder eine andere leitende Flüssigkeit geben, denn somit stellt sich der Multiplikator auf irgendeinen Wert fest ein. Interessant sind zunächst erstmal die L1 Brücken (reicht bei den meisten Motherboards aus).


Achtung!!

Wir übernehmen keine Haftung für Schäden die durch den Versuch die CPU zu übertakten entstanden sind.











Hier noch ein normaler Athlon CPU, leider läuft der XP gerade im Testrechner und konnte deshalb nicht verwendet werden. :-) Meistens reicht es aus wenn man die L1 Brücken schließt, da man den Multiplikator von vielen Boards einstellen kann.

Hier sind die Löcher eingezeichnet, die in jedem XP gefräst wurden, diese heißt es nun zu schließen; aber wie erwähnt, es darf auf keinen Fall Silberleitlack in die Löcher kommen!! Denn somit hat der ganze Übertaktungsspaß sein Ende erreicht. Unten bei den L3 Brücken sieht man wie einfach die Brücken beim Athlon/Duron getrennt wurden.

Als erstes sollte man etwas Klebstreifen in dünne Streifen schneiden und wie hier auf die L1 Brücken bzw. Kontakte kleben, so dass nur noch die Löcher frei sind. Man sollte möglichst verhindern, dass Sekundenkleber auf die Kontakte kommt. Wenn alles abgeklebt ist gibt man etwas Sekundenkleber auf die einzelnen Löcher. Zwischen die Klebstreifen bzw. die Löcher darf ruhig Sekundenkleber kommen.

Man sollte den Sekundenkleber auf alle Fälle 20 min. aushärten lassen bevor man die Klebstreifen abzieht. So sollte es dann aussehen wenn alles geklappt hat. Ob man nur die Löcher ausfüllt oder wie hier zu sehen den ganzen Zwischenraum, ist egal, denn man kann mit dem Nagellackentferner nun den Sekundenkleber durch Polieren wieder wegwischen. Zum Schluss bleibt nur der Sekundenkleber in den Löchern. Somit erhält man eine plane Oberfläche die ideal ist um nun den Silberleitlack zu verwenden.


Nun kann man den Silberleitlack auftragen. Auf keinen Fall sollte man den Silberlack mit dem Pinsel auftragen, sondern mit einer dünnen Nadel. Am besten mit der Spitze in einzelnen winzigen Punkten. Die einzelnen Brücken dürfen auf keinen Fall verbunden werden, da dadurch die CPU zerstört werden könnte. Sollte es doch passieren, kann man den Silberlack mit unserem Nagellackentferner ganz einfach wieder wegwischen und von neu beginnen. Dauerte hier auch 5 Versuche.


Jetzt kann die CPU wieder in den Rechner eingebaut werden. Nun sollte man falls das Motherboard es zulässt, den Multiplikator beliebig ändern können. Sollte es nicht funktionieren muss man dem Prozessor einen festen Multiplikator einstellen, dazu benötigt man dann auch noch die Brücken L3 und L4. Zum Trennen der Brücken genügt ein normales Teppich- oder besser Papiermesser.




So sollten die Brücken geschlossen bzw. getrennt werden,
wenn man den Multiplikator nicht im Bios einstellen kann.

Multiplikator

L3

L4

10 O X X O X X O O
10,5 X X O O X X O O
11 O O X X O O X X
11,5 X O O X O O X X
12 O X X O O O X X
12,5/13 X X O O O O X X

O = geschlossen X = unterbrochen

Durch das unlocken des XP´s sollte ein XP 1800 ohne Probleme wie ein XP 2000 zu betreiben sein. Vorraussetzung ist natürlich ein einigermaßen guter Kühler. Wer nicht weiß was für einen, kann ja mal in unserer Kühler-Hitliste nachschauen. Hier lief ein XP 1900 (1600 MHZ) stabil mit 1680 MHZ (12,5 x 135 FSB) was ungefähr einem XP 2035 entsprechen würde. Leider kann man beim ABIT KT7A-Raid nur einen Multiplikator von 12,5 einstellen; mit Sicherheit wäre auch ein Betrieb mit 13 möglich gewesen oder sogar noch mehr. Viel Spaß beim Übertakten.

Redakteur: Tobias Brandl




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