Terratec Noxon 2
<span style="font-size: 11px"><b><span style="font-family: Tahoma"><FONT class=option><B> <span style="font-size: 11px"><b><span style="font-family: Tahoma">Terratec Noxon 2 Test</span></b></span></B></FONT><BR></span></b></span>
Terratec Noxon 2


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Ein neues Problem ist für den modernen Musikliebenden Menschen entstanden: Die Musik liegt meistens auf dem Computer und der steht nicht selten im Arbeitszimmer oder an ungemütlicheren Orten. Will man nun die Musiksammlung mit der guten alten und meistens auch klangbesseren Hifi-Anlage hören, erkennt man die Nachteile der digitalen Revolution. Ein PC im Wohnzimmer ist oft teuer, laut, klobig und hat normalerweise keine vernünftigen Fernbedien- und Anzeigegeräte für diese Zwecke. Abhilfe schafft ein Streaming-Client wie der Noxon 2 von terratec. Ein solches Gerät überträgt die Musik vom Rechner im Arbeitszimmer bequem und komfortabel ins Wohnzimmer. Der Vorgänger Noxon wurde von uns schon getestet und für gut befunden, deshalb wollen wir sehen, was sich bei der neuen Version geändert hat.





Technische Daten:

Standards

  • IEEE 802.11b
  • IEEE 802.11g
  • IEEE 802.3, IEEE-802.3u
  • UPnP
  • Microsoft Windows Media DRM10
  • USB 2.0 Mobile Storage Support

Datenübertragungsraten

  • 54 Mbit/s (WLAN)
  • 10/100 Mbit/s (Ethernet)

Netzwerk-Sicherheit

  • WEP Verschlüsselung (64/128 Bit Schlüssel)
  • WPA Verschlüsselung

Konnektivität

  • Wireless Access Point
  • Ad-hoc (Peer to Peer)

Datenformate

  • Internet Radio (MP3 Streams, MMS)
  • MP3 (bis zu 320 kBit/s, CBR/VBR)
  • ID3 V1.0 / V2.0
  • M3U
  • PLS
  • WMA-9 (bis zu to 320 kBit/s) ohne Kopierschutz und mit Windows Media DRM10-Kopierschutz

Anschlüsse

  • Line-Ausgang (Cinch)
  • Kopfhörer-Ausgang (3.5mm Klinke)
  • S/P-DIF Digital-Ausgang (TOS-Link)
  • Ethernet RJ-45
  • USB 2.0 (Typ A)
  • Netzteil

Features

  • Infrarot-Fernbedienung
  • USB 2.0 Host
  • Windows Media DRM10-Unterstützung
  • Firmware-Upgrades via WLAN/Ethernet
  • Kristallklare LCD-Anzeige
  • Digitaler Audioausgang

Netzteil

  • 12V / 1A

Systemvoraussetzungen PC

  • 802.11b oder 802.11g WLAN-Karte oder 802.11g WLAN Access Point (empfohlen)
  • WPA Verschlüsselung (empfohlen)
  • Windows 2000 oder XP
  • Minimum Pentium III 500 MHz Prozessor
  • 64 MB RAM Speicher
  • UPnP Server Applikation wie z.B. Twonkyvision Musicserver (empfohlen)
  • Microsoft Windows Media Connect für mit DRM10 verschlüsselte Daten
  • DSL Internet-Anschluss (für Internet-Radio erforderlich)

Systemvoraussetzungen Mac

  • Macintosh Computer mit einem PowerPC® G4 oder G5 Prozessor
  • Mac OS X 10.3
  • Mindestens 20 MB freier Festplattenspeicher
  • iTunes installiert, um Musikinhalte zu sehen

Software

  • TwonkyMusic (PC)
  • elgato EyeConnect (Mac)
  • Update- und Konfigurationstool





Der Lieferumfang enthält den Noxon 2 audio, sein Netzteil, eine Fernbedienung (mit Batterien!), Software CD und ein verständliches, gutes Handbuch.












Das interessante Design des neuen Noxon fällt sofort ins Auge: Das großdimensionierte Display und der Aluminiumrand wirken modern und chic. Die Designer von terratec haben sich offensichtlich von ihren Kollegen bei Apple inspirieren lassen: Das Grunddesign des abgerundeten Quadrats mit Alurand und weiß spiegelnder Oberfläche ist wohl dem des MacMinis nachempfunden. Diese Gehäusegestaltung wirkt auch beim Noxon gut. Bei näherem Hinsehen ist die Verarbeitung dann doch nicht so hochwertig, wie es zuerst scheint, so ist z.B. die Rückblende mit den Anschlüssen aus billigem Plastik und die seitliche Klappe ist etwas wackelig. Dennoch ist die Verarbeitung sauber und als gut zu bewerten.




Der Noxon kann per Kabel oder per WLAN an das Netzwerk  in dem sich der Server mit der Musik befindet, angeschlossen werden. Für WLAN wird eine kleine, ausrichtbahre Antenne hinten angeschraubt. Um ihn an die Stereo Anlage oder die Lautsprecher anzuschließen, besitzt er einen Chinch- und einen optischen Digitalausgang.




Des weiteren werden an der kleinen Seitenklappe ein 3,5 Klinken- ausgang (für Kopfhörer) und ein USB-Port geboten. Diesen kann man dazu verwenden, ein Massenspeichermedium anzuschließen und die darauf enthaltene Musik abzuspielen und ist ebenso wie die Streaming Musik komfortabel zu bedienen.





Wichtig ist natürlich auch die Fernbedienung, die grundsätzliche Funktionen bietet (Play, Pause etc. und Steuerkreuz), welche auch über die Knöpfe direkt am Gerät gesteuert werden können.







Neben normalen Knöpfen gibt es auf der Fernbedienung einige Sondertasten und ein Zahlenfeld. Die Buchstaben unter den Zahlen können verwendet werden, um Buchstaben oder Wörter einzutippen, die eine Suche in der Liedsammlung ermöglichen. (SMS-Navigation)





In der Front befindet sich ein 128x32 Pixel großes Display. Es hat eine blaue Hintergrundbeleuchtung und weiße Schrift. Die wesentlichen Informationen werden in 4 Textzeilen angezeigt.

















Doch wie greift der Noxon auf die Musik des Serverrechners zu ? Das Gerät von Terratec ist ein UPnP (http://de.wikipedia.org/wiki/UPnP) Client, d.h. er kann auf alle Computer zugreifen, auf der eine UPnP Software läuft. Mit der Software stellt man dann ein, welche Musik man von der Festplatte freigeben möchte und wie sie sortiert wird. Dabei ist die Wahl verschiedener Serversoftware möglich, so kann es sein, dass eine Serversoftware einfach alle Lieder auflistet und eine andere eine Sortierung nach Alben und Interpreten bietet. Dem Noxon 2 liegt die UPnP-Serverapplikation TwonkyMusic bei, welche Windows, Linux und MacOs unterstützt. Für den Mac wird allerdings die Software Elgato EyeConnect empfohlen. Wichtig für alle Leute die gerne in Online Musik Stores einkaufen ist die Unterstützung Microsofts DRMs, die bei Noxon im Vergleich zu seinen Konkurrenten gegeben ist.





Die 2. große Funktion des Streamingclients ist die Möglichkeit, Internetradiosender zu empfangen. Ist das Gerät an ein Netzwerk mit einem Internet-Router angeschlossen, dann lädt er sich automatisch die aktuellste Liste vom Radioverzeichnis vtuner.com und man hat sofort Zugriff auf etliche sortierte Internetradiosender. Wer viel Radio hören möchte, sollte darauf achten ein DSL-Flat zu haben.










Durch einen Assistenten, wird die Installation für jeden, der weiß, wie man die LAN/WLAN Einstellungen am Computer einstellt, zum Kinderspiel. Eine wichtige Grundvoraussetzung für die Einrichtung des Gerätes innerhalb eines WLANs ist die Unterstützung von WEP- und WPA-Verschlüsselung. Dazu muss man den langen Schlüssel mühsam eintippen oder eine Software für Windows benutzen, die einem hilft die verschiedenen Netzwerkprofile des Noxon zu konfigurieren. Auf diese Weise kann man dann z.B. leicht den Netzwerkschlüssel eintragen. Die Serversoftware haben wir auf einem Mac und einem PC getestet. Sie funktionierte auf Anhieb gut und gerade TwonkyMusic lässt auch noch Platz für eigene Einstellungs- und Sortierungswünsche.




Praxis

Die Bedienung des Noxon ist größtenteils intuitiv und funktioniert nach dem Ipod-Prinzip. (siehe Demo des Noxon 2 auf www.my-noxon.de) Aber nicht alles lässt sich sofort erschließen, gerade die Knöpfe auf der Fernbedienung sind nicht alle selbsterklärend. Dafür lassen sich mit einem einfach Druck auf den "Smiley"- knopf  Songs und auch Radiosender zu einer Favoritenliste hinzufügen. Überzeugt hat uns der Klang, der bei den Radiosendern zwar meistens zu wünschen übrig lässt. Aber dies liegt nicht am Noxon, sondern an den Streamingangeboten. Für alle, die gerne ihr normales Radio in ein digitales umwandeln wollen, lässt sich eine klare Absage erteilen. Längst nicht alle bekannten Rundfunksender sind über das Internet verfügbar und meist auch nicht in ausreichender Qualität. Das Internetradio hat dafür andere Reize und Programme. Es gibt etliche Spezialsender aus aller Welt, die man anders gar nicht empfangen würde und teils hervorragende Qualität bieten. Leider unterstützt der Noxon keine Real-Player Streams und klammert das Streaming einiger Sender dadurch aus. Dafür lassen sich relativ einfach noch eigene Sender zu der langen Liste von vtuner.com hinzufügen. Der Wlan Empfang des Players ist trotz der kleinen Antenne sehr gut. Im Vergleich zu einem CD-Player reagiert das Gerät allerdings manchmal etwas träge. So dauert z.B. das Einschalten einige Zeit. Aber im Vergleich zu einem Computer ist der Streamingclient meist reaktionsschnell. Natürlich war für uns auch die Frage interessant, ob sich der Noxon gegenüber dem Noxon 2 noch verbessert hat. Das Display hat sich kaum verändert. Die Schrift ist immer noch zu klein und lässt sich daher aus 3m Entfernung von der Couch kaum noch lesen. Der opt. Audioausgang und der USB-Port sind sicherlich eine gute Erweiterung. Leider klappte das Abspielen von USB-Datenträgern in unserem Test nicht. Negativ fällt dabei auch auf, dass der Datenträger Fat32 formatiert sein muss. Das Anschließen von weit verbreiteten NTFS Platten ist also nicht möglich. Die Bedienung hat sich verbessert, durch die SMS-Navigation, mit der man durch Eintippen von Anfangsbuchstaben schneller zu dem Gesuchten gelangen kann. Das neue Design ist ansprechender als das des Noxon und die extravagante Form lässt sich damit erklären, dass es einen Lautsprecher gibt, den man genau unter das Gerät "docken" kann. Dieser ist aber noch nicht im Handel erhältlich.


Fazit

Der Noxon 2 von terratec ist ein guter Streaming-Client und mit dem derzeitigen Straßenpreis von ca. 150 Euro zwar nicht ganz günstig, allerdings in Hinblick auf die Kosten vergleichbarer Produkte (z.B. Slim Devices Squeezebox 3) vollkommen in Ordnung. Bei der Bedienung hakt es teilweise ein bisschen (Display aus der Ferne schwer zu lesen, gelegentliche Trägheit), aber das schmälert nur wenig den überwiegend guten Gesamteindruck. Eine interessante Funktion ist bestimmt auch der USB-Eingang, da man so auch die komplette Musik von einer externen Platte beziehen könnte, aber hier scheint terratec noch nachbessern zu müssen. (bei uns funktionierte diese Funktion nicht) Wer nur gelegentlich mp3 Musik im ganzen Haus hören möchte, dem sei ein günstiger Mp3 CD-Player ans Herz gelegt. Für etwa 30 Euro und ein bisschen weniger Komfort (häufiger Neues auf CD brennen, keine Fernbedienung) kann man ähnliches wie mit dem Noxon 2 erreichen und hat noch Geld für neue CDs übrig. Wer aber ständig die aktuellste Musik von seinem Heimserver hören möchte und auf Internetradio abfährt, der wird mit dem Noxon 2 viel Freude haben. Wie auf der Seite www.my-noxon.de zu sehen, ist Terratec dabei die Produktreihe zu erweitern, sogar von einem Noxon Video ist die Rede. Man darf weiterhin auf die Produkte von Terratec gespannt sein ...


Tester: Christoph Kalck




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